Am Sonntagnachmittag, dem 07.09., wurde der Bereitschaftsdienst des Gemeindewasserwerks nach Hargarten gerufen, um eine Wasserleitung abzuschiebern. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Decke einer älteren, direkt an ein Wohnhaus angebauten Scheune stark beschädigt war und einzustürzen drohte. Daraufhin verständigte der Bereitschaftsdienst über den Notruf 112 die Feuerwehr.
Gemäß Alarm- und Ausrückeordnung alarmierte die Integrierte Leitstelle die Löschbezirke Hargarten, Erbringen, Honzrath und Reimsbach sowie den Einsatzleitwagen aus Düppenweiler. Zusätzlich wurde aufgrund des Stichworts „Einsturzgefahr“ automatisch der Technische Zug des THW Beckingen vollalarmiert.
Nach dem Eintreffen des ersten Löschfahrzeugs konnte für viele Einheiten ein Einsatzabbruch gegeben werden. Der Einsatzleiter forderte einen Baufachberater des THW an, der kurz darauf vom Ortsverband Saarwellingen aus zur Einsatzstelle ausrückte. Die Begutachtung bestätigte die akute Einsturzgefahr der Scheune – insbesondere aufgrund der Nähe zum Wohnhaus. Um Gefahren abzuwenden, mussten Innen- und Außenabstützungen errichtet werden.
Daraufhin erfolgte ein erneuter Vollalarm für das THW Beckingen. Gemeinsam mit dem THW Saarwellingen, das ein Einsatzgerüstsystem (EGS) nach Hargarten brachte, begann das THW mit der umfassenden Sicherung der Scheune. Der Gemeindebauhof unterstützte mit schweren Betonklötzen und übernahm die Straßensperrung.
Da der Einsatz über Stunden lief, wurde vom DRK OV Reimsbach-Oppen-Erbringen die „Verpflegungskomponente klein“ zur Versorgung der Einsatzkräfte angefordert. Zudem kümmerte sich die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) um die Betreuung der betroffenen Anwohnerin.
Gegen 03:00 Uhr waren die Abstützmaßnahmen abgeschlossen. Insgesamt waren 13 Einsatzkräfte des THW Beckingen und 6 Kräfte des THW Saarwellingen im Einsatz. Anschließend stellten die Einheiten in ihren Unterkünften die Einsatzbereitschaft wieder her.
Die Bewohnerin des Wohnhauses konnte vorerst nicht zurückkehren und kam bei Bekannten unter. Die hervorragende Zusammenarbeit aller Organisationen ermöglichte eine schnelle und sichere Sicherung der einsturzgefährdeten Scheune.

